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Wie lassen sich metallische Verunreinigungen entfernen?

Der abgebildete Separator wird direkt auf dem Einzug der Verarbeitungsmaschine installiert. Seine stabile Ausführung erlaubt den Aufbau von weiteren Peripheriegeräten, etwa Förder-, Dosier- und Mischgeräten. Über die Steuereinheit lässt sich der Separator an die Eigenleitfähigkeit des zu untersuchenden Materials (z.B. Additive mit Metalloxyden oder Ruß) anpassen.

mo erläutert den Einsatz von Metallabscheidern

Selbst kleinste Metallteichen in der Schmelze können kostspielige Schäden verursachen. Höchste Gefahr besteht für Düsen und Heißkanalsysteme sowie generell für die Werkzeuge, was neben Ausschuss zugleich Produktionsausfall bedeutet. Darüber hinaus sind auch Dosiersysteme gefährdet, deren Ausfall gleichermaßen zum Produktionsausfall führt. Richtig teuer kann es werden, wenn größere metallische Verunreinigungen die Schnecke oder den Zylinder beschädigen, schlimmstenfalls zerstören.

 

Die Herkunft der Verunreinigungen ist vielfältig – seien es Schäden an den Aufbereitungs- bzw. Herstellungsanlagen, oder etwa die Unachtsamkeit des Personals, dem vielleicht unbemerkt eine Schraube in den offenen Tagesbehälter fällt. Folglich ist nicht nur Mahlgut oder Rezyklat betroffen. Auch in Neuware können sich ab und an Metallteilchen finden, teils sogar in einzelnen Granulatkörnchen eingeschlossen. Dabei handelt es sich sowohl um magnetische als auch nicht magnetische Stoffe, was für das Erkennen und Entfernen und damit für die Wahl eines geeigneten Metallabscheiders wichtig ist.

 

Für die Praxis bedeutet das, dass oftmals ein Trichtermagnet allein nicht ausreicht, denn mit ihm lassen sich nur ferromagnetische Teilchen aus dem Produktstrom entfernen.

Schmelzefilter als Alternative bieten den Vorteil, dass sie auch Fremdstoffe wie Glas oder Steinchen erfassen, allerdings befinden sich die Verunreinigungen dann bereits in der Schmelze. Deshalb werden Schmelzefilter häufig in Extrusionsanlagen eingesetzt.

 

Um selbst kleinste metallische, magnetische und nicht-magnetische Verunreinigungen bereits vor dem Einzug aufzuspüren und aus dem Materialstrom zu entfernen, bieten sich Metallseparatoren mit einer Detektionsspule an. Fällt ein Metallteilchen durch den Durchlass der Suchspule stört es das Magnetfeld, wobei es ein Signal auslöst. Das wiederum aktiviert eine Separiereinheit – etwa eine Klappe oder einen Schieber – die den Fremdkörper zusammen mit einer kleinen Menge Gutmaterials blitzschnell auswirft. Wichtig ist bei der Auslegung, eine zum Rohrleitungsquerschnitt und Durchsatz passende Ausführung zu wählen. Andernfalls kann es sein, dass die Verunreinigung nicht erkannt wird.

 

Abhängig von den individuellen Gegebenheiten und damit verbunden von der Einbausituation ist die Ausführung von Metallseparatoren. Zu unterscheiden ist etwa, ob der Separator die Verunreinigungen aus stehendem oder freifallendem, rieselfähigem Schüttgut entfernen soll, oder aus pneumatisch gefördertem Schüttgut. Die Geräte können direkt über dem Materialeinzug der Verarbeitungsmaschine eingebaut werden oder in der Rohrleitung zur Maschine, zum Trockner oder zum Tagesbehälter. Nachdem die optimale Tastempfindlichkeit und Ausscheidedauer eingestellt ist, arbeitet der Separator vollautomatisch, ohne den Materialfluss zu unterbrechen.