61

Was ist bei der Auslegung von Dosiersystemen zu beachten?

Vereinfachter zeitlicher Ablauf für einen Zyklus mit Werkzeugschließen (1), Spritzeinheit fährt vor (2), Einspritzen (3), Nachdruck (4) Plastifizieren (5), Materialeinzug (6), Spritzeinheit fährt zurück (7), Kühlen (8) und Werkzeugöffnen/Entformen (9) (Bild: Motan-Colortronic)

Vereinfachter zeitlicher Ablauf für einen Zyklus mit Werkzeugschließen (1), Spritzeinheit fährt vor (2), Einspritzen (3), Nachdruck (4) Plastifizieren (5), Materialeinzug (6), Spritzeinheit fährt zurück (7), Kühlen (8) und Werkzeugöffnen/Entformen (9)

Mo erklärt spezielle Aspekte des Dosierens

 

Durchsatz ist nicht gleich Durchsatz – das gilt im Speziellen für Durchsatzangaben beim Spritzgießen. Da können selbst Fachleute durchaus aneinander vorbeireden, wenn es beispielsweise um die Auslegung oder Auswahl eines geeigneten Synchrondosiergeräts mit einem freien Einlauf der Hauptkomponente geht. Denn der maximal mögliche Durchsatz des Dosiergeräts muss erheblich größer sein, als (vordergründig) jener der Spritzgießmaschine.

 

Zum Hintergrund: Spritzgießmaschinen arbeiten zyklisch, wobei ein Prozessschritt das Plastifizieren ist. Synchrondosiergeräte mit freiem Einlauf der Hauptkomponente arbeiten nur während der Plastifizierzeit der Maschine. Anhand eines Signals der Maschine erkennen sie, wann die Plastifizierung beginnt und die Hauptkomponente fließt. Dann wird synchron dazu das (oder die) Additiv(e) im eingestellten Verhältnis zudosiert.

 

Um nun die erforderliche Dosierleistung zu ermitteln, ist zunächst die aktuelle Plastifizierleistung der Spritzeinheit der Maschine zu berechnen – die nicht mit dem Maschinendurchsatz verwechselt werden darf. Der Unterschied lässt sich mit einem Zahlenbeispiel verdeutlichen.

 

  • Schussgewicht [g] 100
  • Zykluszeit [s] 20
  • Plastifizierzeit [s] 6
  • Anteil Additiv [%] 5

 

Die erforderlichen Daten für die Berechnung der aktuellen Plastifizierleistung der Spritzeinheit sind das

  • Schussgewicht [g] und die
  • Plastifizierzeit [s]

 

Aus dem damit ermittelten Wert lässt sich dann der Additivanteil ermitteln. Die Plastifizierleistung [g/h] berechnet sich wie nachstehend

 

 

 

Von diesen 60 kg/h Gesamtdosierleistung, die das Dosiergerät bringen muss, wird dann die Mindestdurchsatzleistung der Additivstation berechnet – im Beispiel entsprechen demnach 5 % Additivanteil 3 kg/h.

 

In die Berechnung des Maschinendurchsatzes geht hingegen die Zykluszeit ein:

 

 

 

Aus dem Zahlenbeispiel wird deutlich, dass ein Dosiergerät immer so auszuwählen ist, dass es die erforderliche Durchsatzleitung sicher zur Verfügung stellen kann. Eine wichtige Größe ist in diesem Zusammenhang das Schussgewicht, denn es muss immer mindestens soviel gemischtes Material zur Verfügung stehen, wie für einen Schuss benötigt wird.

 

Wollen Sie wissen, wie Dosiersysteme in der Praxis aussehen könnten? Besuchen Sie hierfür gerne www.motan-colortronic.com

 

Wir nutzen Cookies, um Ihnen die bestmögliche Nutzung unserer Webseite zu ermöglichen und unsere Kommunikation mit Ihnen zu verbessern. Mit Ihrer Zustimmung akzeptieren Sie die Verwendung von Cookies in Übereinstimmung mit unseren Datenschutzbestimmungen.

Privacy Settings saved!
Ihre Einstellungen zu Cookies für diese Website

Wir nutzen Cookies, um Ihnen die bestmögliche Nutzung unserer Webseite zu ermöglichen und unsere Kommunikation mit Ihnen zu verbessern. Treffen Sie hier Ihre persönliche Präferenz:

Diese Cookies werden genutzt, um Funktionen der Website zuzulassen, die Ihnen eine auf Ihre Interessen zugeschnittene Nutzung ermöglichen. Des Weiteren hilft uns die Analyse des Nutzerverhaltens ebenfalls, die Qualität unserer Webseite zu verbessern.
  • _ga
  • _gid
  • _gat

Diese Cookies werden genutzt, um Funktionen der Website zuzulassen, die Ihnen eine auf Ihre Interessen zugeschnittene Nutzung ermöglichen. Des Weiteren hilft uns die Analyse des Nutzerverhaltens ebenfalls, die Qualität unserer Webseite zu verbessern.

Alle Cookies ablehnen
Alle Cookies akzeptieren